Was ist besonders am dualen Studium Mechatronik?

Paul studiert aktuell Mechatronik und sein Ausbildungsunternehmen ist Schenck RoTec in Darmstadt. Wir haben ihm auf den Zahn gefühlt, und gefragt, was dieses Studium ausmacht.

Paul, warum hast du dich für das duale Studium Mechatronik entschieden?

Auf das duale Studium bin ich durch einen Freund aufmerksam geworden. Nach einer kurzen Recherche im Internet war für mich sicher, dass ein duales Studium das Richtige für mich ist. Denn hier wird einem nicht nur die Theorie gelehrt, sondern du kannst das Gelernte auch im Unternehmen anwenden. Ein weiterer Pluspunkt für das duale Studium ist natürlich die finanzielle Freiheit durch das Ausbildungsgehalt. Bei der Wahl des Studiengangs war für mich recht schnell klar, dass ich Mechatronik studieren möchte, da ich dadurch einen umfangreichen Überblick über Mechanik, Elektrotechnik und Informatik bekomme.

Welchen Schulabschluss braucht man für das Studium und wie hast du dich beworben?

Für das duale Studium Mechatronik benötigst du mindestens die Fachhochschulreife. Ich selber besitze die allgemeine Hochschulreife – also das Abitur. Im ersten Schritt bewirbst dich beim Unternehmen deiner Wahl um das duale Studium Mechatronik. Da ich mit meiner Bewerbung erfolgreich war, hat mir Schenck RoTec einen Ausbildungsvertrag sowie den Vertrag zur Einschreibung an der Hochschule zugeschickt. Das habe ich natürlich angenommen J. Die Immatrikulation hat dann Schenck RoTec für mich vorgenommen. Ich studiere übrigens an der DHBW in Mannheim.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Bevor das Studium Anfang Oktober beginnt, ist ein dreimonatiges Vorpraktikum vorgeschaltet. Damit wurde ich gut auf die kommenden Themen vorbereitet. Das duale Studium selbst dauert rund drei Jahre beziehungsweise sechs Semester. Der Wechsel zwischen Theorie und Praxis erfolgt in einem dreimonatigen Wechsel. Somit kannst du das erlernte Wissen aus der Hochschule direkt im Anschluss in die Praxis umsetzen –  und umgekehrt. Und durch dein Ausbildungsgehalt brauchst du dich im Gegensatz zum Vollzeitstudium, während der vorlesungsfreien Zeit nicht keinen Nebenjob zu kümmern.

Welche Themenschwerpunkte gibt es im Studium Mechatronik?

Mechatronik ist ein super vielseitiger Studiengang. Du erlernst Grundlagen in der Mechanik, der Elektrotechnik und Informatik. Aber auch Themen wie Ingenieurmathematik, Physik und technische Mechanik werden dich begleiten. Etwas BWL und Managementkomponenten (Projektmanagement und Planspiele) dürfen natürlich nicht fehlen. Toll ist, das viele Dozenten neben der Hochschule in ihrem eigentlichen Beruf arbeiten und daher einen enormen Praxisbezug mitbringen. Ab dem fünften Theoriesemester kannst du dich auf einen Bereich spezialisieren. Hier hast du die Möglichkeit entweder dein technisches oder dein betriebswirtschaftliches Wissen zu vertiefen. Ich habe mich für die technischen Vorlesungen entschieden, da ich diese interessanter finde. Außerdem habe ich mich etwas in den Bereich Drehzahlregelung „verguckt“ und werde darüber auch meine Abschlussarbeit schreiben.

Was gibst du bei einem dualen Studium zu bedenken?

Am Ende der dreimonatigen Theoriephasen werden immer die Klausuren geschrieben. Dort wird viel Wissen an wenigen Tagen abgefragt. Mir hat es sehr geholfen, kontinuierlich die Vorlesungen nachzuarbeiten und am Ball zu bleiben. Der Lernstoff ist sehr umfangreich – wenn du diesen gut verteilt über die drei Monate lernst, schaffst du aber auch diese Prüfungen. Die Zeit im Ausbildungsunternehmen solltest du nutzen, um ganz viel Wissen aus der Praxis „aufzusaugen“, neugierig und wissbegierig zu bleiben und auf die Kollegen aktiv zuzugehen.

Und wie sieht die Zukunft nach dem dualen Studium aus?

Generell sehen die Übernahmechancen im Ausbildungsbetrieb sowie die allgemeinen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sehr gut aus. Das liegt zum einen an deiner bis dahin hohen Praxiserfahrung und zum anderen am breiten Wissen, welches du dir während des Studiums aneignest. Damit kannst du schnell Verantwortung übernehmen. Ich drücke allen, die sich für das Studium entscheiden, die Daumen, dass es ihnen ebenso viel Spaß macht, wie mir!

Das Social Media Konzept eröffnet Firmen neue Zugänge zu den unterschiedlichen Lebenswelten der Jugendlichen und kommuniziert mit ihnen über Snapchat, Instagram und Facebook. Im Focus stehen dabei Berufsorientierungsangebote, aber auch digitale Formate wie die App i-zubi und die seit September von unseren Verbänden angebotene i-zubi-Messe, das südhessische Beispiel einer virtuellen Ausbildungsmesse.