Die Arbeitswoche eines Azubis

Facts

  • Daniel
  • 17 Jahre alt
  • Realschulabschluss
  • Ausbildung zum Mechatroniker bei Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH (HBM) in Darmstadt
  • 2. Lehrjahr

    


Wie sieht eigentlich der Alltag eines Mechatroniker-Azubis aus? Wie läuft eine Arbeitswoche ab?

Während meiner Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz habe ich mich das oft gefragt und ganz unterschiedliche Vorstellungen gehabt. Genau deshalb möchte ich hier von meinem Wochenablauf erzählen und meine Erfahrungen mit euch teilen.

Zunächst ein paar allgemeine Infos
Meine Arbeitswoche geht von Montag bis Freitag mit 35 Arbeitsstunden pro Woche. Auch die Zeit in der Berufsschule zählt als Arbeitszeit. Meine Berufsschultage sind freitags und alle zwei Wochen donnerstags. Somit bin ich pro Woche drei bis vier Tage im Betrieb. Da ich während meiner Ausbildung verschiedene Abteilungen durchlaufe, übernehme ich immer wieder andere Aufgaben. Das macht es abwechslungsreich und interessant. Momentan bin ich in der Abteilung Werkzeugbau eingesetzt, wo meine Kollegen und ich zum Beispiel dafür sorgen, dass Kleinteile produziert und zur Verfügung gestellt werden, die bei der Produktion von HBM-Produkten benötigt werden. Außerdem unterstützen wir auch die Kollegen in der Arbeitsplatzgestaltung, dass an den Produktionsarbeitsplätzen alles vorhanden und so aufgebaut ist, dass der Produktionsablauf reibungslos funktioniert.

Ein Tag im Betrieb
In der Regel fange ich um 7 Uhr morgens an zu arbeiten. Das ist zwar recht früh – ich könnte auch später beginnen – aber der große Vorteil vom frühen Anfangen ist, dass man auch nachmittags wieder früh Feierabend machen. Wenn ich morgens zu HBM komme, ziehe ich als erstes meine Arbeitskleidung an. Hierfür stehen Umkleideräume mit Spinden zur Verfügung. Am Arbeitsplatz angekommen prüfe ich, welche Aufträge vorliegen. Dann mache ich mich an die Arbeit: Mit der Drehmaschine oder Fräsmaschine bearbeite ich Oberflächen aus Metall oder Kunststoff. Das sind zum Beispiel Schrauben, die nach einer bestimmten Vorgabe angepasst werden müssen, um später im Prüfstand unserer Produkte eingesetzt werden zu können.
Am Vormittag, meistens von 8:45 bis 9:00 Uhr mache ich Frühstückspause. Da treffe ich mich mit allen Azubis aus dem gleichen Lehrjahr in einer Frühstücksecke. Nach der Frühstückspause arbeite ich entweder weiter an der Drehmaschine oder wechsle – je nach Arbeitsfortschritt – an die Fräsmaschine. So um 12 Uhr geht es dann in die Mittagspause. Mit ein paar anderen Auszubildenden esse ich im Betriebsrestaurant. Hier gibt es jeden Tag verschiedene warme Gerichte und auch eine Salatbar. Nach dem Mittagessen gehe ich wieder zurück in die Produktionshalle und arbeite weiter an meinen Aufgaben. Um 15 Uhr kann ich dann schließlich Feierabend machen und habe noch genügend Zeit, um etwas mit Freunden zu unternehmen und mich als Hobby bei der Feuerwehr zu engagieren.

Ein Tag in der Berufsschule

Jeden Freitag und alle zwei Wochen auch donnerstags bin ich in der Berufsschule Erasmus-Kittler-Schule in Darmstadt. Der Unterricht beginnt um 8 Uhr. Endlich mal länger schlafen!
Manche Fächer mag ich mehr und andere weniger. Das hängt natürlich in erster Linie vom Thema ab, aber teilweise auch vom jeweiligen Lehrer, wie dieser den Unterricht gestaltet. Aber das kennt ihr ja sicherlich auch von der normalen Schule. Die Fächer, in denen es um das Verkabeln und Planen von Schaltschränken geht oder auch um Simulationen auf PCs, finde ich sehr interessant. Das Berechnen zum Beispiel von Widerständen gefällt mir nicht ganz so sehr.
Der Unterricht geht bis 15 Uhr und da ich nach der Schule auch nicht mehr in den Betrieb muss, weil es mit den 35 Arbeitsstunden pro Woche perfekt passt, kann ich direkt nach Hause gehen und habe den Nachmittag wieder frei.

Jetzt habt ihr einen kleinen Eindruck von meiner Arbeitswoche erhalten und ich hoffe, dass euch das bei der Berufswahl etwas weiterhilft. An der Ausbildung zum Mechatroniker gefällt mir übrigens am besten, dass es eine große Vielfalt an Metall- und Elektroarbeiten gibt und man so immer wieder Neues lernen und verschiedene Aufgaben übernehmen kann.

       

 

Das Social Media Konzept eröffnet Firmen neue Zugänge zu den unterschiedlichen Lebenswelten der Jugendlichen und kommuniziert mit ihnen über Snapchat, Instagram und Facebook. Im Focus stehen dabei Berufsorientierungsangebote, aber auch digitale Formate wie die App i-zubi und die seit September von unseren Verbänden angebotene i-zubi-Messe, das südhessische Beispiel einer virtuellen Ausbildungsmesse.